Newsletter 03 / April 2017

Outsourcing – Know-How Verlust oder Chance?

Outside Ressource Using, also die Optimierung von Unternehmensfunktionen und –prozessen durch die Beauftragung unternehmensexterner Stellen, ist in aller Munde.  In manchen Branchen werden bis zu 70% der Prozesse ausgelagert. Damit wollen Unternehmen vor allem Kosteneinsparungen erzielen. Aber Outsourcing ist stets auch mit der Abwanderung und somit dem Verlust von Know-How verbunden. Wie kann erfolgreiches Outsourcing also gestaltet werden?

Die Gründe für ein Outsourcing einzelner Prozesse oder gar ganzer Geschäftsfelder können sein:

  • Konzentration aufs Kerngeschäft
  • mehr Kostentransparenz
  • Kooperation mit Experten 

Dennoch verkennen Unternehmen auf der Suche nach den genannten Chancen oft die Risiken die mit einem Outsourcing verbunden sein können:

  • Abhängigkeiten
  • Lieferverzögerungen
  • lange Vertragsbindungen
  • mögliche Qualitätsprobleme und
  • Probleme mit Geschäftsgeheimnissen

sind nur einige der möglichen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit sollte aber auch auf dem möglichen Verlust von Know-How liegen, denn dieses ist bedeutender Wettbewerbsfaktor und ein Alleinstellungsmerkmal im Markt.

Implizites & Explizites Wissen

  1. Das explizite Wissen orientiert sich an den Regeln und Leitbildern des Unternehmens sowie an strategischen Konzepten. Es handelt sich in der Regel um Wissen, das den Mitarbeitern in schriftlicher oder digitaler Form vorliegt. Dieses Wissen findet in nahezu allen Unternehmen Beachtung, dennoch schlummern auch hier Unsummen an ungenutztem Know-How, an nicht für alle Mitarbeiter zugänglichen Orten oder in einer nicht zugänglichen Form (bspw. in nicht digitalisierten Papierordnern). 
  2. Schwerer zu fassen ist das implizite Wissen, verinnerlichtes Können, das Denk-und Handlungsroutinen umfasst. Das können Problemlösungsstrategien sein, wie die Fähigkeit, einen Fehler in einem Motor zu hören und daraufhin gezielt zu beheben, bis hin zum Umgang mit einem speziellen Kunden.

Wissen ohne Differenzierungsfaktor und Standarddienstleistungen die durch Dritte in gleichartiger oder besserer Weise und zu deutlich geringeren Kosten erbracht werden können, sprechen aber für eine hohe Sourcing-Fähigkeit und auch Chance.  Im Optimalfall kann der Outsourcing-Partner das Know-How dann nicht nur erhalten, sondern auch noch steigern!

Die Wahl des richtigen Sourcing-Partners ist also entscheidend für ein erfolgreiches Outsourcing: Know-How-Träger im Unternehmen müssen erkannt werden, der Wissens-Transfer innerhalb des Unternehmens und eine gründliche Dokumentation sollten sichergestellt werden. Noch besser, der Sourcing-Partner bietet den Mitarbeitern des auslagernden Unternehmens jederzeit Zugang zu internen Wissensträgern oder führt gar gleich Schulungen durch. Je größer die wirtschaftliche und/oder geographische Nähe der Partner zueinander desto einfacher lassen sich explizites und implizites Wissen wechselseitig vorteilhaft austauschen.

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